Mittwoch, 24. Juni 2020

St. Vincent/Grenadinen wacht auf

Nachdem wir nun fast drei Wochen illegal in den Gewässern von Saint Vincent und den Grenadinen kreuzten und ankerten, tut sich was. Nun muss man sich natürlich weiterhin offiziell an den drei ausgewiesenen Einkarierungsorten auf St. Vincent melden, sobald man die Gewässer befährt, aber man kann sich innerhalb der ersten vier Tage einem kostenpflichtigen Gesundheitstest unterziehen. Ist er negativ, wird keine Quarantäne mehr notwendig. Fällt er bezüglich des COVID-19 positiv aus, muss man sich ins Krankenhaus begeben und sich der dortigen Behandlung unterziehen. 

Was für ein Quantensprung! Die ganze Zeit ärgert uns bereits der Unsinn des Gesundheitstests nach der Quarantäne. Nun scheint es endlich mal jemand begriffen zu haben. Na gut, ich komme wieder runter von meinem Ross. Wir wissen nicht, was zu diesen harten, oft nicht nachvollziehbaren Grenzschließungen in der Karibik wirklich führte, können diesbezüglich tatsächlich nur spekulieren. Aber ehrlich, warum verzichten all die Inselvölker, die so wenig Infizierte zu verzeichnen haben, so lange auf ihre Einnahmen, wenn man doch alle Einreisenden gleich am Anfang testen könnte und nur diejenigen mit positiven Tests in die Quarantäne steckt?

Heute hat das Gesundheitsamt in Grenada wohl 85 Segler getestet, die alle 14 Tage auf ihren Booten in Quarantäne saßen. Ich könnte wetten, nicht einer war positiv. Wie denn auch? Sie brauchen ja alle mindestens einige Tage um die Insel zu erreichen und dann kommen die zwei Wochen noch oben drauf. Eigentlich schade um die Tests.

Staatsflagge Saint Vincent und Grenadinen

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