Samstag, 6. Juni 2020

Schnorcheln mit Schildkröten

Ab und zu kommt die Sonne raus. Mit ihr leuchtet das Riff und seine Fische viel farbenfroher. In dieser Bucht halten sich ungewöhnlich viele Schildkröten auf und die Papageienfische, gestreiften Sergeanten, Meerbarben, Barsche, Flötenfische, Kofferfische, Schnapper, Muränen sind deutlich größer. Dafür ist die Korallenlandschaft nicht so vielfältig. Im Seegras liegen die Schildkröten auf dem Grund. Warum treiben sie nicht auf? Wie lange können sie tauchen? Ich dümple eine Weile über ihnen und hoffe, sie beim Auftauchen beobachten zu können, ziehe aber ohne dieses Erlebnis weiter. Später im weltweiten Netz erfahren wir, dass sie, je nach Aktivität bis zu fünf Stunden unter Wasser bleiben können. Na da kann ich ja lange warten. Sie haben wohl ein spezielles Organ, das es ihnen ermöglicht, Sauerstoff aus dem Wasser zu filtern. Die Panzer der Schildkröten sind relativ schwer. Nur aufgrund der Luftfilter unter dem wehrhaften Schild, können sie schwimmen. Wahrscheinlich sind diese genau so bemessen, dass sie einerseits auftauchen, andererseits sich aber auch auf den Boden legen können, ohne aufzutreiben. Schildkröten sollen bis 1000 Meter tief tauchen können. Das ist viel, denn Wale schaffen nur bis zu 600 Meter. 

Ich kann mir täglich diese vielfältige Unterwasserwelt anschauen. Heute freue ich mich besonders über ein prächtiges Exemplar einer gefleckten Muräne, einen karierten Flötenfisch, etwas größere Kofferfische, einen Igel- oder auch Kugelfisch und die gelbschwarze Felsenschönheit. Die Schildkröten sind jedoch immer ein besonderes Highlight.

Felsenschönheit
Schaut euch die Lippen an :-)


Hier sind die Zähne interessant.
Ich sehe sie eher am Grund umerschlängeln.


Hier ein ganz kleines Exemplar.

Alles nicht meine Bilder! Alles nur geklaut!

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