Sonntag, 20. August 2023

Bora Bora und keine Miss Waikiki-Wahl

Die Luftbilder von Bora Bora sind grandios und locken nicht nur Segler an. Um die imposante zerklüftete Vulkaninsel legt sich ein geschlossenes Riff mit seinen typischen Farben. Dicht um die Hauptinsel herum das tiefe Dunkelblau, drumherum die türkisfarbnen Flachwasser, gespickt mit dunklen Korallenköpfen oder ganzen Landschaften. Der nächste Ring ist grau vom Riff und grün von den bewachsenen Motus, kleinen Eilanden welche sich auf dem Saumriff bilden. Den schneeweißen Ring ganz außen bilden die am Riff brechenden Wellen. Danach kommt das weite Meer, in dem jenes gesamte Atoll wie eine geöffnete Flügelmuschel schimmert. Bora Bora ist inzwischen dermaßen erodiert, dass in der Mitte nur noch die steilen Kraterwände aus dem Wasser gucken und genau deshalb sieht es aus der Luft so wunderschön aus. Ein einziger schmaler schiffbarer Pass ermöglicht den Zugang in die geschützte Lagune und damit überhaupt das Anlaufen vom Wasser aus. 

Vielleicht ist es das Luftbild, dass so viele Touristen anlockt. Oder weil die Insel im zweiten Weltkrieg von den Amerikanern als Stützpunkt aufgebaut wurde, nachdem Pearl Harbour fiel. Jedenfalls ist sie schon lange ein sehr populäres Reiseziel und zählt heute zu den teuersten der Welt. Wir kommen mit dem Boot und brauchen die hohen dreistelligen Dollarbeträge pro Nacht nicht zahlen. Vierzig Euro für eine Nacht an der Moorig sind für unsere Verhältnisse jedoch auch happig. Aber wir finden freie Plätze und brauchen den Anker nicht auf 20 Metern fallen lassen, ohne zu wissen, was dort unten durch den eisernen Haken alles kaputt geht. Deshalb sind wir unbedingte Befürworter dieser permanenten Festmacherleinen, wenn sie gepflegt und annehmbare Preise haben. Es sollte sie überall in ausreichender Anzahl geben.

Für den Landausflug nehmen wir die Fahrräder mit. Eine Ringstraße ermöglich die Inselumrundung ohne steile Berge. Zum Ende wollen wir einkehren und einkaufen. Frisches Obst und besonders Gemüse werden mal wieder knapp. An der Nordspitze treiben uns jedoch dicke graue Wolken zurück. Wir werden ordentlich nass. Der besterhaltene vorkolumbianische Kultplatz besteht aus ein paar beschmierten Steinen direkt am Straßenrand. Sie sind von etlichen ausrangierten Autoreifen und anderem Müll umgeben. Der Hauptort wird ordentlich von motorisierten Fahrzeugen frequentiert. An den Supermärkten steppt der Bär, während es im Zentrum kaum etwas zu sehen ist. Vaitape macht eher den Eindruck, als gehöre es einem Entwicklungsland an. Immerhin finden wir eine französische Patisserie und schwelgen mal wieder in Sahnecreme. Ein seltenes Vergnügen. 

Also versuchen wir die Vorzüge der Insel in der Lagune zu entdecken. Mit unserem Tiefgang können wir nicht überall hin. Moorig- und Ankerplätze sind rar gesät. An dem einen kämpfen wir mit starken Fallböen mit bis zu 50 Knoten. Sie pfeifen und rauschen dermaßen um die Lady herum, dass wir kaum schlafen können. Die vielen Shuttleboote sorgen für Welle unterm Heck und bringen die Lady immer wieder aus dem Gleichgewicht. Die versprochenen Mantas sind im Moment nicht zu Hause. Am nächsten Platz liegen wir ruhiger und können wieder schlafen. Ein langer Dingiausflug zu den Motus am Außenriff ist leider umsonst, da man uns sofort wieder wegschickt. „Hier ist alles privat, schnorcheln und betreten der Strände nicht erlaubt.“ Also fahren wir zum nächsten Korallenfeld innerhalb der Lagune und schnorcheln dort. Die Korallen sind grau und extrem mit Pflanzen bewachsen. Ein paar bunte Fische wohnen dort und ein zwei Meter langer Riffhai lässt sich kurz blicken. Die Sicht ist jedoch erstaunlich schlecht. Ihr merkt es schon. Bora Bora haut uns nicht vom Hocker. Sicher ist es für Landratten ein schönes Urlaubsziel, wenn sie es mögen die Insel mit Hilfe von Touranbietern zu erkunden.

Ein Wetterfenster nach Maupiti zeigt sich leider nicht. Die Welle darf weder von Süden kommen, noch höher als 1,50 Meter sein. Außerdem brauchen wir einen Winddreher, um zurück zu kommen. Der zeigt sich zwar, aber den schmalen Pass können wir bei diesen Bedingungen leider nicht passieren. Maupiti müssen wir leider streichen. 

Also nutzen wir den kurzzeitigen Südost, um nach Ra’iātea und Taha’a zurück zu segeln. Wir kreuzen mit sechs Schlägen gegen Wind und Welle. Anfangs ist der Wind viel stärker als angesagt. Wenn ich aus dem Cockpit schaue, sieht es aus, als trieben wir rückwärts auf Maupiti zu, unserem geplantem Wendepunkt zu. Bora Bora entfernt sich immer mehr, aber wir lassen die Insel nicht hinter uns. Nach dem ersten Kreuzschlag scheint sie links vor dem Bug zu liegen. Wir kämpfen uns jedoch voran. Hinter uns stampft ein Katamaran mit Motorkraft gegen Welle und Wind. Der Mast wird immer kleiner und irgendwann dreht der Skipper um. Gut, dass unsere Lady so hart am Wind segeln kann. Ihr scheint das Wetter auch nichts auszumachen. Wir halten standhaft mit. Sechs Stunden später erreichen wir den den Motu von Taha’a, den wir bereits zu Fuß kennen gelernt haben. Dort befindet sich jedoch kein Pass. Vor dem Kreuzschlag kann ich das Riff direkt neben dem Rumpf sehen. Man muss nur noch abspringen und wäre da. Jedes Blatt der sich im Wind wiegenden Palmen kann ich erkennen. Alles klar zur Wende, Ree! Die kleine Koralleninsel wird immer kleiner, alle Details verschwinden, Taha’a wird wieder zu einer grün gefärbten Silhouette und zum zweiten Mal steuern wir eher auf Maupiti zu. Das ist das Los eines Seglers, wenn er gegen den Wind fahren muss. Kreuzen ist unerlässlich und manchmal fühlt es sich so an, dass man nie ankommt. Aber die Karte zeigt es anders. Wir nähern uns zwar in langen Zickzacklinien unserem Ziel und die Strecke wird doppelt so lang wie die Luftlinie, aber wir segeln. Nicht nur der Motor schneidet sich nicht in unsere Ganglien, das Boot liegt trotz Stampfens auch deutlich stabiler in der aufgewühlten See. 

Nach dem nächsten Kreuzschlag legen wir genau auf den Pass an. Der Wind zeigt sich gnädig und lässt uns nach einem weiteren Haken durch den Pass segeln. In der Lagune kreuzen wir dann nur mit Groß und Motorunterstützung in sehr kleinen Schlägen. Acht Stunden und 15 Minuten nach dem Start auf Bora Bora liegen wir in der Ostlagune zwischen Raiatea und Taha’a an der Mooring. Dieser Platz ist nicht nur ruhig und von allen vier Inseln umrahmt. Von hier aus sehen wir den Sonnenauf- und -untergang. Ohne Windabdeckung kann man direkt vom Boot kiten oder wingfoilen, mit dem Dingi den Hauptort von Ra'iatea Uturoa besuchen und im nahegelegenem Riff schnorcheln. Hier machen wir nun erst einmal Pause, bevor es mit dem nächsten Windreher zurück nach Mo'orea geht.


Start mit Taha'a auf Steuerbord und
Bora Bora vor dem Bug.

Atoll Bora Bora mit erodierter Vulkaninsel und Saumriff


in der Lagune vor der erodierten Kraterwand

So sieht es von der Nordseite aus.

Mittwoch, 16. August 2023

Die Wiege der Polynesische Kultur auf Taha’a und Ra’iātea

Die beiden Vulkaninseln sind Schwestern, die sich ein gemeinsames Saumriff teilen. Man kann nicht so einfach zwischen ihnen hindurchfahren, da es sich nur auf Höhe der Inseln öffnet. Wir nutzen einen südöstlichen Pass, an dem direkt der wohl älteste, größte und heiligste Kultplatz Polynesiens liegt und ankern direkt vor diesem legendären Ort. Heute geht man davon aus, dass diese Inseln etwa 200 vor Christus von Samoa und Tonga aus besiedelt wurden. Von hier aus wurden über die Tuamotus und den Marquesas dann Neuseeland Hawaii und wahrscheinlich sogar die Osterinseln vom Menschen entdeckt und in Beschlag genommen. 


Ra’iātea hieß früher Havai’i und war das Zentrum der polynesischen Kultur. Auf dem Marae Taputaoātea finden wir etliche restaurierte Plattformen. Die ältesten wurden dem Fisch- und Meeresgrotte geweiht, dann verehrte man eher Oro, den Gott des Krieges. Ihm wurden auch Menschenopfer dargeboten, die man sich zumeist vorher in Eroberungszügen besorgte. Heute geht es hier friedlich zu. Die Anlage ist sehr gut gepflegt und die Besucher werden mittels Sichttafeln und Flyer sehr umfassend informiert. Unter unserer Lady lebt der heilige Oktopus, der seine Tentakeln bis Hawaii, Neuseeland, Tonga und die Gilbertinseln streckt. So beschützt er das seefahrende Volk in ganz Polynesien. Ein langer Arm reicht sogar bis zu den Osterinseln. Obwohl das Wasser in der Lagune sehr klar ist, können wir das heilige Tier nicht entdecken. Dafür sehen wir wieder viele bunte Fische um dicke Korallenköpfe schwimmen. Wir müssen für den Anker immer eine Sandfläche finden, die groß genug ist, damit die Ankerkette möglichst über diesen wundervollen Unterwasseroasen schwingt.


Von der Baie Faaroa wandern wir bis zum Belvedere in der Mitte der Insel und riskieren einen Blick auf die andere Seite. Die Lagune ist nicht immer tief genug, um einmal in ihr das Eiland zu umrunden. Der Landausflug ist anstrengend aber sehr interessant. Wir müssen auf der Straße wandern und es werden 13 Kilometer. Aber unterwegs kommen wir an Ananasfeldern vorbei, haben spektakuläre Aussichten auf die erodierten Kraterwände und entdecken ganz besondere Felsen. Den Botanischen Garten erreichten wir mit dem Dingi über einen Flusslauf. Von Vairahi aus wollen wir die drei Wasserfälle besichtigen. Leider bleiben wir an einem verschlossenen zwei meter hohem Maschendrahttor hängen. Auf dem Nachbargrundstück werden wir aufgeklärt. „Da der einzige Weg über Privatgelände führt, kann man die „Trois Cascades“ nur über eine geführte Tour entdecken.“ An der Hauptstraße treffen wir eine Gruppe, die sich gerade auf den Weg macht. Der Guide will uns jedoch nicht mitnehmen. „Es sind schon zu viele Teilnehmer dabei.“


Also gehts weiter zur Nachbarinsel. Mit wundervollem Ostwind umsegeln wir Taha’a fast komplett. Links die grüne Vulkaninsel, rechts das flache türkisfarbene Wasser vor dem Saumriff mit etlichen Palmen bestandenen Motus, den kleinen Koralleninseln auf dem Riff. Die Sonne scheint, ich liege entspannt mit meinem Kaffee im Cockpit und Stefan muss an einigen engen Stellen etwas aufpassen. Ansonsten chauffiert uns der Autopilot durch die Lagune, während wir die Aussicht genießen.


Auf der Westseite besuchen wir die Perlenfarm „IORANA“. Der Steg ist neu, alles sauber und aufgeräumt. Hier ist man auf Touristen eingestellt. Die Moorings vor der ‚Haustür‘ wurden eigens für die Besucher von der Wasserseite ausgelegt und sind in sehr gutem Zustand. Wir werden warmherzig empfangen und bekommen eine grundlegende Einführung in die Perlenzucht, schauen den Flügelmuscheln sogar ins Haus und beobachten, wie die Basis hineingelegt wird. Zum Schluss wird uns der Schmuck im Shop vorgestellt. Auch hier erklärt uns die Inhaberin sehr detailliert die Unterschiede zwischen den Perlen. Natürlich möchte sie, dass wir etwas kaufen. Die versierte Verkäuferin baut jedoch keinen Druck auf.


Gegenüber am Motto Tautau besuchen wir den Korallengarten. Ein Ausflugsziel, dass auch von Landratten rege genutzt wird. Etliche kommerzielle Motorboote bringen sie in Gruppen bis zu 20 Personen hierher. Wir finden keine Lücke, um den Garten für uns allein zu haben. Aber die vielen Leute verteilen sich in dem langen schmalen Durchfluss. Er ist sehr flach und die Korallen gehen fast bis zur Wasseroberfläche. Man muss sich vorsichtig bewegen, um nichts zu berühren. Wir finden eine labyrinthartige Wasserwelt voller Farben. Wenn ich sehe, wie die Landratten mit ihren Badeschuhen durch das Riff stampfen und sich immer wieder an den Korallen festhalten, ich mir die nackten Körper in Badehose und Bikini anschaue, um anschließend zu kombinieren, dass sie statt Lycra sicher Sonnenschutz aus der Tube aufgetragen haben, dann wundere ich mich sehr, dass hier überhaupt noch etwas lebt. 


Nach einem letzten Abstecher auf Ra’iātea geht es weiter gen Westen, nach Bora Bora, einem der teuersten Reiseziele auf der Welt. Die ganze Zeit sehen wir bereits die markante Silhouette am Horizont. Taha’a werden wir hoffentlich noch einmal auf dem Rückweg besuchen. In der Lagune östlich der Insel könnten wir mal wieder ein bisschen Wingfoilen oder kiten. Das wäre schön. Erst einmal müssen wir jedoch weiter. Vielleicht erwischen wir ein Windfenster nach Maupiti, unserem geplantem Wendepunkt in den Gesellschaftsinseln. 




Anfahrt: Rici im Bugkorb und im Hintergrund Ra'iātea

unsere Tour um die zwei Schwestern 
mit einem gemeinsamen Saumriff


die Wiege der polynesischen Kultur

Zeremonialplattform: Marae Taputapuātea

Den Oktopus als Beschützer zu sehen,
ist doch viel schöner,
als diese Tiere als Seeungeheuer zu verunglimpfen.

polynesischer Paddler im Auslegerkanu,
im Hintergrund die heiligen Steine

die wundervolle Bucht Fa'aroa

So sieht die Ananas mit Pflanze auf dem Feld aus.

Wandern lohnt sich eigentlich immer.

Erodierte Felsen wurden wie Korallen geformt.


Keine Wasserfälle, dafür eine sehr treue Begleiterin.
Ich glaube, sie wäre mitgekommen,
wenn Stefan es erlaubt hätte.

respekteinflößender Räuber im Coral Garden
Wir trauen uns nicht vorbei.

Es ist eng und bunt wie in einem Aquarium.

Nemo und seine Nachbarn

Flügelmuschel mit Basis, einer Mississippiperle aus Japan 🤪

Polynesische Perlen gehören zu den kostbarsten.
Diese Kette kostet 5000 Euro!

unser nächstes Ziel mit den Saumriff von Taha'a im Vordergrund

Sonntag, 6. August 2023

Natur pur in Huahine

Von Tahiti kreuzen wir gegen den Wind nach Mo’ora. Das ist nicht weiter schlimm, da die Insel in direkter Nachbarschaft liegt und aus nur vier Stunden sechs werden. Die Wellen benehmen sich relativ zahm und so ist es nicht wirklich anstrengend. Mo’orea nennen einige die schönste Insel in Polynesien und doch bleiben wir nur kurz. Das hat ganz einfach den Grund, dass wir die Insel auf dem Rückweg oder sogar von Tahiti aus erneut besuchen können. Auf unserer Entdeckungstour durch die Gesellschaftsinseln geht es erst einmal den einfachen Weg mit der Hauptwindrichtung nach Westen. Um dann wieder zurück zu kommen, benötigt der Segler das richtige Windfenster mit südlichen oder nördlichen Winden und die sind selten. Keiner will gern gegen Wind und Welle segeln, aber das wisst ihr ja inzwischen. Also wollen wir erst einmal weiter, denn in sieben Wochen müssen wir wieder in Papeete sein. Dann habe ich Termine beim Augendoktor, der mir künstliche Linsen einsetzen wird. 

Nach einem kurzen Stop geht es also weiter nach Huahine, der nächsten Insel gen Westen. Weil es 91 Seemeilen sind, fahren die meisten Segler abends los. Wir wollen schlafen und vielleicht Wale sehen und deshalb lieber tagsüber als nachts segeln. Der Kompromiss ist, den Start auf 3:00 Uhr zu legen, damit noch zwei Stunden Puffer bleiben, falls mal wieder weniger Wind kommt als angesagt. Es wird ein schneller Ritt mit durchschnittlich 8 Knoten. So fix waren wir noch nie auf so einer kurzen Strecke. Die Wellen bäumten sich jedoch auch ziemlich auf und so wird es ein Rodeo über aufsteigende und abfallende Berge mit rasend schnellen Surfeinlagen mit bis zu 13,7 Knoten und sofortigem Abbremsen um die Hälfte. 11 Stunden dauert der Ritt. 11 Stunden weder bequem sitzen, liegen oder stehen können. 11 Stunden sich einkeilen, festhalten und in abenteuerlichen Manövern in die Küche oder aufs Klo gehen. Wir haben ein Segelboot und es leistet erstaunlich viel. Den beiden Weicheier gefällt eine glatte See jedoch viel besser. Trotz der Walsaison konnten wir leider keine dieser imposanten Tiere sichten.


Huahine entpuppt sich als Naturparadies. Es ist komplett von einem Saumriff mit einigen schiffbaren Passagen umgeben. Für uns kommt jedoch nur die Leeseite in Frage. Wir entern die Lagune in Fare, um dann hinter dem schützendem Riff erst zum Hana Iti-Beach und dann in den Süden bis Avea zu kommen. Beides sind Traumurlaubsspots. Am Strand von Hana Iti lerne ich Siki kennen. (dank Jaquelines Empfehlung, @svavanti). Siki backt mit mir Kokosbrot. Ich darf polynesischen Schmuck aus Pflanzenfasern und Muscheln basteln und sogar mit seinem Auslegerkanu paddeln. Stefan und ich fahren mit dem Dingi durch den schmalen Sund der beiden Inseln und wandern ins nächste Dorf. In Avea besichtigen wir den Mara’e Anini und schnorcheln in einem Seeanemonengarten. Das ist neu für uns. Es sind so viele auf engstem Raum, obwohl sie nicht in Kolonien leben. So etwas ist uns auf unserer Reise noch nicht begegnet. In einigen dieser Blumenpflanzen entdecken wir sogar Nemos. Diese spezielle Art von Riffbarschen ist nicht nur besonders hübsch, sondern sogar zwittrig. Das größte Tier einer Gruppe ist das Weibchen, alle anderen sind männlich. Wenn es stirbt, beginnt das größte Männchen sich geschlechtlich umzuwandeln. Diese Transformation dauert ein Jahr und in ihrer Umsetzung soll sie einzigartig in der Tierwelt sein. Ich bin begeistert. Nemo und seine Artgenossen nehmen nun einen Platz ganz weit oben in meiner Rangliste der interessantesten Fische ein. Neben Manta, Delfin, Hai, Oktopus und Kalmar ist er der kleinste Vertreter.


Filme:

Crossing Moorea Huahine: https://youtu.be/o3L2fuZTpsk

Huahine: https://youtu.be/zpEgu_eCXx8

Findet Nemo - Huahine https://youtu.be/xNXTOYqpweY


Sonnenaufgang inmitten hoher Wellen

Der Vollmond ist morgens nicht weniger spektakulär.

Traumurlaub am Hana Iti

Sikis Werkstatt unter Palmen

Hier backt das Kokosbrot in grünen Blättern auf der Glut.

So schnell, so fix unterwegs, wie auf Schienen.

Das heilige Bett von Gott Oro.

Mehr oder weniger sehen so alle Briefkästen aus.


Seeanemonen-Garten 

Findest du Nemo?

Ich steuere unsere Wespe Willi.

Die Lady in der Lagune, dahinter das Saumriff und das Meer.

Huahine mit Morgensonne,
links Huahine Nui (groß), rechts Huahine Iti (klein)