Eine Sprachnachricht Anfang Oktober, ein paar Gespräche, zwei Urlaubsanträge und eine Flugbuchung – viel mehr brauchte es letztendlich nicht um für zwei Wochen nach Aruba zu reisen. Zwei Wochen Karibik. Zwei Wochen Zeit mit Mama und Stefan. Nachdem wir uns über ein Jahr nicht mehr gesehen hatten sollte es mich und Alex auf die karibische Insel vor der venezuelischen Küste verschlagen. Zwei Wochen Paradies im Winter.
Das schöne ist, dass man Aruba von Europa aus sehr leicht erreichen kann. Es gibt jeden Tag einen Direktflug von KLM von Amsterdam nach Oranjestad, Aruba. Ein richtiges Visum gibt es auch nicht. Man muss lediglich ein paar Tage vor der Einreise ein Online-Formular ausfüllen. Ein paar Impfungen wurden noch aufgefrischt und schon waren wir bereit für die Reise. Alles in Allem vergingen zwischen Mamas erster Sprachnachricht und unserem Hinflug gerade einmal gute sechs Wochen.
Willkommen im Paradies
Nach zehn Stunden
im Flugzeug schwört man sich eigentlich, so etwas nie wieder zu machen. Aber es
lohnt sich schließlich doch. 30 Grad jeden Tag, den ganzen Tag, Palmen und
Sandstrände holen einen ende November wirklich aus dem Alltag raus und lassen
einen abschalten. Für uns ging es aber dann doch erstmal an Bord der Lady.
Ankommen. Einen Aperol trinken und schließlich, nach fast 24 Stunden Reise
erstmal schlafen.
One (little) happy Island
Aruba ist eine
kleine Insel. Die knapp 180 km2 Fläche sind theoretisch schnell erkundet. Doch
die Insel lädt dadurch auch zu einem langsamen Urlaub ein. In zwei Wochen kann
man leicht alles erkunden. Selbst wenn wir mal einen Tag nur an Bord verbracht
haben, konnte man noch in Ruhe alles erkunden. Mit dem Auto braucht man etwa eine
Stunde um vom Norden der Insel in den Süden zu gelangen. Die Strecken sind also
kurz und man fährt von Sehenswürdigkeit zur nächsten meist nur zehn bis
fünfzehn Minuten.
Oranjestad
Oranjestad ist die Hauptstadt Arubas. Hier landen nicht nur alle Flugzeuge, auch zwei bis drei Kruezfahrtschiffe legen hier täglich an und entlassen Massen an Touristen. Die meisten sind US-Amerikaner aber auch die AIDA kam mal vorbei. Die Haupstadt ist daher sehr „schick gemacht“. Hübsche kleine Hauptstraßen, viele Shopping-Möglichkeiten, Restaurants und Bars.
Künstlerstadt San Nicolas
Die zweite größere Stadt ist San Nicolas. Sie liegt ganz im Süden und ist für mich definitiv die schönere Stadt. Klar, sie profitiert vom fehlenden Flughafen. Doch vor allem punktet San Nicolas mit den bunten Häuserbemalungen, den Mosaik-Bänken und den fehlenden Massen an Touristen. Nicht desto trotz sind gerade Hotspots wie der Baby Beach natürlich auch hier sehr voll und beliebt.
Arikok Nationalpark
Der Arikok
Nationalpark hat mir auch sehr gefallen. Für 11 US-Dollar bekommt man als
Erwachsener einen Tages-Pass und kann dann mit dem Auto durch den Park. Die
Straßen sind ok, doch es bietet sich an, die tiefer gelegte Karre an dem Tag in
der Garage zu lassen.
Die Landschaft im Land ist vor allem durch riesige Kakteen-Wälder geprägt. Einen tropischen Dschungel, wie z.B. auf Dominica, gibt es hier nicht. Dafür sehr viele Eidechsen und viele Wanderwege. Die haben wir aber nicht erkundet – zu heiß. Stattdessen haben wir uns zwei Höhlen angesehen. Die Fontain Cave ist eher klein gewesen, hatte aber (angebliche) alte Bemalungen an den Wänden. Die Quadirikiri Cave war da schon sehr viel beeindruckender. Sehr tief und immer mal wieder kam die Sonne durch Löcher in der Decke, wodurch die ganze Höhle eine sehr schöne Atmosphäre hatte und einfach sehr schön war. Außerdem interessant war, dass das Gestein in der Höhle Korallengestein war, sich also der ganze Bereich früher einmal unter Wasser befunden haben muss. Inzwischen braucht man da aber keine Bedenken mehr haben. Beide Höhlen sind recht weit von der Küste entfernt.
Arubas Küste
Aruba wirbt mit
romantischen Sandstränden, Palmen und Pina Coladas und sie hält ihr
Versprechen. Die gesamte Westküste hat immer wieder kleinere und größere
Sandstrände. Mal mit Bars und Liegen, mal zum Spazieren, mal mit Mangroven für
Einheimische oder Touristen mit kleinerem Geldbeutel. Auf jeden Fall bekommt
man das Karibik Feeling.
Sie Ostküste ist
da eher rauer. Viel Steilküste und starke Brandung zeigen hier, wie kraftvoll
Wasser sein kann. Baden ist hier meistens nicht möglich oder auch verboten.
Dafür hat man eindrucksvolle Natur, ab und zu eine vom Wasser geformte
Steinbrücke oder auch die ein oder andere Ziege, die einem über den Weg läuft.
Schnorcheln – die Unterwasserwelt von Aruba
Doch wer Aruba
nur an Land erkundet, der verpasst einiges. Die Unterwasserwelt ist definitiv mehr
als nur einen Abstecher wert. Ob einfach vor den Stränden aus oder direkt an einem der
vielen Wracks vor der Küste. Es gibt einiges zu sehen. Dass wir auf einem Boot
gelebt haben war hier definitiv von Vorteil! Wir hatten das Glück neben vielen
kleinen, bunten Fischen zahllose Papageienfische, mehrere Kofferfische,
Doktorfische, aber auch Schildkröten einen Oktopus und eine Muräne haben wir
gesichtet. Ziemlich viele besondere Erfahrungen, welche die Insel für mich auf
jeden Fall zu einem besonderen Ort macht. Vor allem ist es in meinen Augen
nahezu ein Wunder, dass wir diese ganzen Tiere so unkompliziert sichten
konnten, wo doch viele Korallen auch schon tot sind, täglich mehrere
Kreuzfahrtschiffe, Touristenschiffe und Boote das Wasser zu einem unruhigen Ort
machen.
One Happy Urlaub
Der Slogan „One happy Island“ trifft auf jeden Fall auf Aruba zu. Die Menschen sind freundlich und die Natur ist schön. Trotz sehr viel Regen, haben wir nicht das Gefühl gehabt das „schlechtes Wetter“ war. Wir haben sehr gut gegessen und getrunken und vor allem viel Zeit mit unseren beiden Gastgebern gehabt – one (very) happy Urlaub also für uns!
Danke für die schöne Zeit und wir freuen uns schon, euch schon im nächsten Jahr wieder zu sehen.







