Iles des Saintes – 03.03.2020 bis 07.03.2020
Von
Dominica aus geht es nun noch weiter in Richtung Norden. Ich habe
mich dafür entschieden, keine Rundreise zu machen, buche also stattdessen ein Flugticket von Point-a-Pitre auf Guadeloupe nach
Fort-de-France auf Martinique und werde dann von dort aus meinen
geplanten Heimweg antreten.
Also können wir entspannt weiter Seemeilen zwischen uns und Martinique bringen. Aber noch ist der Heimweg gefühlt in weiter Zukunft. Zunächst geht es also auf die Iles des Saintes.
Also können wir entspannt weiter Seemeilen zwischen uns und Martinique bringen. Aber noch ist der Heimweg gefühlt in weiter Zukunft. Zunächst geht es also auf die Iles des Saintes.
Zu den Inseln selbst (danke Wikipedia...). Die Inselgruppe „Les
Saintes“ besteht aus zwei großen, bewohnten Inseln: Terre-de-Bas
und Terre-de-Haut. Dazu kommen auch noch ein paar winzige, unbewohnte
Inseln. Die Gesamtfläche aller Inseln beträgt nur knappe 13 km².
Man findet sie etwa 8 nm südöstlich der Insel Guadeloupe zu der
die Les Saintes auch gehören. Das macht sie zu einem Bestandteil des
französischen Überseedepartments.
Terre-de-Bas
Zunächst
verschlägt es uns auf die ruhigere Insel. Terre-de-Bas bedeutet auf
Deutsch soviel wie flaches Land. Wir ankern in der südlichen Bucht
und werden eine Nacht bleiben.
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| Nicht ganz allein, doch dafür in Ruhe. |
Die
Insel ist, wie gesagt, eher ruhig. Als wir über die Insel spazieren um
einzukaufen und nach einem der angepriesenen Restaurants zu suchen, erleben wir jedoch so einiges. Und das ganz nach unserem Geschmack.
Wir laufen zur großen Bucht und beobachten das erste Mal Pelikane
bei der Fischjagd. Das machen die lieben Vögel so häufig, dass wir
sie sogar Filmen können. Auch Leguane sehen wir kurz, bevor diese
mit einem Affenzahn in den Mangroven verschwinden. Doch der Knaller
soll erst noch kommen. Nachmittags rudern Mama und ich noch zur
Poterie Fidelin (eine alte Töpferei in der früher die Sklaven
arbeiten mussten). Sie liegt in unserer Bucht und wir denken uns:
„Warum nicht?“. Dort im Schutz der alten Ruinen sehen wir so
viele Leguane auf den Steinen in der Sonne brutzeln, ich kann nicht
mal sagen wie viele es waren. Ist ja auch egal. Fakt ist, sie sind
überall. Auch hinter uns in der Ruinen, aber die huschen schnell
weg. Die Leguane auf den Felsen am Wasser kann Mama sehr gut mit der
Kamera einfangen.
Terre-de-Haut
Nach
unserer Leguan-Exkursion geht es dann auch schon nach Terre-de-Haut.
Auf dem „hohen Land“ werden wir ganze vier Nächte verbringen.
Hier fangen die Tage an, für mich zu verschwimmen. Richtiger Urlaub
eben. Die erste Nacht ankern wir noch etwas westlich von der Stadt
Bourg. Dann fahren wir doch noch in das Ankerfeld direkt vor der
Stadt.
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| Baie du Bourg |
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| Auch hier ist Maria noch gut im Gedächtnis. Aber die Insel ist durch den Tourismus sehr "aufgeräumt" und es gibt kaum noch Ruinen. |
Die
Insel ist zwar auch nicht besonders groß, doch wir sind vor allem auf
das Fort Napoleon gespannt, dass sich im Norden der Insel auf dem
Berg befindet und schön restauriert sein soll. Ziel des ersten Tages
also: Mittagessen, Einklarieren und
dann noch hoch zum Fort. Leider tut uns das Mittagessen nicht so gut
(außer Stefan). Woran das letztendlich lag, ist unklar. Aber Mama geht
lieber erstmal zurück aufs Boot, um sich kurz hinzulegen. Stefan und
ich klarieren ein und
buchen noch zwei weitere Nächte an der Mooring.
Da wir Mama nicht stören wollen, versuchen wir am Dingi-Steg
eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen. Keine Chance. Alle Dingis die
abfahren sind schon randvoll. Letztendlich rufen wir Mama doch an.
Die sitzt allerdings selber schon im Dingi und ist schon fast wieder
da. Wir gehen also doch noch hoch zum Fort. Ganz schön
anstrengend. Es ist heiß und viele Höhenmeter sind zu erklimmen.
Oben angekommen hat das Fort dann geschlossen. Toll. Von 9:00 bis
12:30 geöffnet. Wir gehen nur einmal um die Anlage herum und dann
wieder bergab in den Ort, ein wohlverdientes Eis essen.
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| kostenloser Rundgang ums Fort Napoleon |
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| Bäume wachsen hier scheinbar überall. Hier zwei Kandidaten die sich an der Fortwand hocharbeiten. |
Am
nächsten Tag erkunden wir dann lieber via Golf-Kart die Insel.
Gestern Nachmittag noch reserviert (heute morgen waren tatsächlich
keine mehr zu bekommen) und natürlich mit Elektroantrieb. So geht es
nun, aufgrund der vielen Einbahnstraßen, kreuz und quer über die
Insel.
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| Unser Elektro-Mobil. Sogar mit Rückwärtsgang... |
Das Fort
ist tatsächlich sehr schön gemacht, mit einer Ausstellung und
botanischem Garten. Außerdem bekommen wir auch noch Souvenirs und
eine Postkarte.
Dann
geht es zum Plage Pompierre. Das ist tatsächlich ein Traumstrand wie
aus dem Bilderbuch. Stefan schnorchelt, Mama und ich trinken einen
Kaffee unter Palmen auf der eigens mitgebrachten Sitzgelegenheit.
Der
kleine Berg südlich von der Insel heißt „Pain du Sucre“,
Zuckerhut. Er ist eines der Wahrzeichen der Insel, aber vom Wasser
aus deutlich sehenswerter als von Land.
Noch ein
Stück weiter kommt schon unser letzter Abstecher. In der Bucht „Anse
Crawen“ schnorchelt dann Mama und ist ganz aus dem Häuschen, weil
sie ihre erste Muräne sieht. Außerdem fängt Stefan uns zwei Küken
der vielen Hühner die hier überall frei herumlaufen. Da sowohl
Mutter als auch Küken dabei sehr entspannt bleiben, bin ich damit
einverstanden. Letztendlich schafft es mein kleiner Federball dann
doch, mir zu entwischen.
Sehr
verspätetes Mittag (15:00 kann man in Frankreich froh sein, wenn man
noch was bekommt) gibt es dann wieder in der Nähe von Bourg. Mit den
Füßen im Strandsand gibt es nochmal ausgezeichneten Fisch (Dorade
und Thunfisch). Diesmal bekommt uns das auch alles sehr gut.
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| Dem kann ich nur zustimmen. |
Obwohl
wir jetzt die Insel (dank vieler Umwege durch Einbahnstraßen) sehr
gut kennen, wollen wir noch einen Tag länger bleiben und uns
ausruhen, bevor es dann weiter nach Guadeloupe geht. Die Les Saintes
werden als die schönste Sehenswürdigkeit von Guadeloupe
beschrieben. Ob das so ist, kann ich noch nicht einschätzen. Dennoch
bin ich froh, dass wir uns hier die Zeit genommen haben. Ich lege
diese beiden Inseln jedem, der wie wir unabhängig von großen
Touristenmassen unterwegs ist, wärmstens ans Herz.













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