Irgendwann sind die Kühlschränke leer. Schokolade gibt es schon lange nicht mehr.
Das Obst ist seit zwei Tagen alle. Nun liegt auch kein Käse mehr im Kühlschrank und das Gemüse ist, außer zwei Chu Chu`s komplett verputzt. Also segeln wir durch die gesamte Lagune bis zum „Festland“ (wenn man das auf einer Insel so nennen darf). Die Küstenwache fragt sehr freundlich nach und lässt uns passieren. Wir sollen jedoch einen Zettel mit dem Grund unseres Landganges schreiben und die Pässe mitnehmen, sonst müssen wir Strafe zahlen. So ähnlich haben wir das bereits auf
noonsite.com gelesen, in diesen Zeiten eine überlebenswichtige Seite für uns Segler.

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offizielle Ausgangspapiere
Mit dem Dingi, dem Müll und den Einkaufstaschen steuern wir nach 9 Tagen wieder zivilisierten Boden an. Die Parkpfleger arbeiten, ein Mann führt seinen Hund spazieren, ein anderer joggt und einer kommt mit seinem Auto, um die Katzen und Hühner der Marina zu füttern. Ansonsten ist es sehr ruhig hier. Die Mülltonnen sind überfüllt, die Straßen und Plätze hingegen leer.
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| links hinten finden wir den Glascontainer |
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| Kunst am Bau |
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| Das passt sehr in diese Zeit. |
Zwei Märkte sind geschlossen und dann finden wir mit Hilfe einer jungen Apothekerin einen geöffneten Carrefour. Wir müssen draußen warten und natürlich setzen wir unseren Atemschutz auf. Andere Kunden und die Verkäufer tragen ihn auch. Wer so etwas Professionelles nicht hat, bindet sich ein Tuch vor Nase und Mund.
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| ohne Worte |
Das Gemüse und Obst wird gerade ausgepackt. Wir haben Glück, von allem ist reichlich vorhanden. Ananas, Äpfel, Birnen wandern in meinen Beutel, wie Gurken, Zucchini, Avocados, Tomaten, Auberginen und Karotten. Eine kleine Auswahl an Käse gibt es auch und wir bekommen Butter und Milch. Dann nehmen wir für die Bilgen noch mit, was wir tragen können und Stefan stattet dem Schokoladenregal einen Besuch ab.
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| Beute mit Dingi und im Hintergrund unsere Lady vor Anker |
Alle sind entspannt und freundlich. Wir werden nicht kontrolliert. Kein Beamter will unseren selbst geschriebenen Zettel sehen. Vielleicht haben wir nur Glück, aber vielleicht ist es hier im Norden, zwischen den beiden Inseln von Guadeloupe einfach ein bisschen ruhiger, als an den übervollen Ankerplätzen oder in den Marinas. Ich weiß es nicht. Wir fühlen uns hier wohl und halten uns jetzt wohl wieder für die nächsten 10 bis 14 Tage über Wasser.
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| wieder frische Vitamine an Bord |
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