Donnerstag, 21. Dezember 2023

Enttäuschende Inseln im Paradies zwingen zur Umkehr

Nach unserer Rundreise durch die Gesellschaftsinseln sind wir zurück auf Tahiti. Ich lasse mir künstliche Linsen einbauen und gewinne damit ein großes Stück Lebensqualität zurück. Stefan stellt unsere Lady zum Verkauf und hat zwei Besichtigungen inklusive Probefahrten mit den Interessenten. Wir wollen aber erst noch in die Marquesas, zum großen Matavaa Festival (Nuku Hiva). 

Auf dem Weg dorthin genießen wir noch einmal die Atolle der Tuamotus. Im Makemo-Atoll warten wir auf das richtige Wetterfenster. Es geht gegen den Wind und die Welle nach Nordosten, also sollten sie möglichst etwas von der Seite kommen und nicht so hoch sein. Nach dem Start halten wir es 30 Stunden aus. Unsere Lady kracht unentwegt in die steilen Wellentäler. Wir können nicht schlafen. Noch vor den „enttäuschenden Inseln“ (Íles du Désappointement) drehen wir um. Wir brechen das erste Mal auf unserer sechsjährigen Reise ab, geben ein gestecktes Ziel auf und kehren zurück in die Tuamotos. Das wollen wir unserer Lady und auch uns nicht weitere drei Tage zumuten. Das ist enttäuschend, aber die richtige Entscheidung. Wind und Welle werden nach dem Abdrehen sogar noch stärker, aber nun kommen sie von hinten. Das Festival auf den Marquesas wird ohne uns stattfinden. Wir haben keine Lust auf einen zweiten Versuch. Das ist uns zu anstrengend. 

Wir genießen das ruhige Leben in den Binnenseen des Pazifiks und kehren nach Tahiti zurück, um dort die Hurricansaison auszusitzen und eventuell unser Boot einem neuen Besitzer zu übergeben. Falls es nicht klappt, ist das auch nicht schlimm. Dann segeln wir weiter durch die Inseln nach Asien, mit dem Wind und vielen spannenden Zielen auf dem Weg. Auf Tahiti gehe ich wieder tanzen und treffe mich regelmäßig mit Kevin, um mein Französisch zu verbessern. Es wird langsam und ich bin mächtig stolz auf mich. Wir erleben die Gala meiner Tanzschule und die Weihnachtszeit in Papeete. Wir fühlen uns nach langer Zeit mal wieder angekommen, genießen die Ruhe und die Zivilisation an einem uns bekannten Ort. Wir feiern unseren 21. Jahrestag mit leckerer Französischer Küche und einem polynesischem Partnertatoo. Ich schreibe am Pazifikbuch, werde auch noch ein paar Videos machen und lerne jeden Tag mit duolingo. Stefan wird sich seine Augen nun auch erneuern lassen. Im März werden wir nach Neuseeland fliegen. Danach gibt es den nächsten Post in diesem Blog.

Vorerst wünschen wir euch 

ein fröhliches Weihnachtsfest 

und ein gesundes Jahr 2024.


Tattoo-Video: https://youtu.be/AJH5Zkh90lM

wieder in der Papeete Marina, hier mit Brokerin Niki

Tahiti noch im Rücken
und schon ist die Versorgung auf den Tuamotus gesichert.

Tahanea, zwei Wochen kein Internet, dafür Romantik und Natur pur


Halloween auf der 'Ticket to Ride' mit den Crews von fünf anderen Booten.

Zeit für die schönen Dinge des Lebens


unser Wendepunkt, dort geben wir auf und segeln zurück

endlich wieder mal schlafen

und wieder im Paradies in den Binnenseen des Pazifiks

rechts die Lagune und unsere Lady, links das wilde, unberechenbare Meer

Kokoskrabben, das erste Mal sehen wir sie ausgewachsen,
als Einsiedlerkrebse kennen wir sie schon.

gegrillte Marshmallows, sie schmecken wie Krokant

Polynesischer Südseestollen à la Rici

Zurück auf Tahiti genießen wir die Vorteile der Zivilisation.

Tänzerinnen: Wer ist die schönste im ganzen Land?

Unser Partnertatoo ist von Emana, Tatookünstler und Profitänzer.

21 Jahre durch dick und dünn ... 

Frohe Weihnachten aus Papeete und ein liebevolles Jahr 2024!