Uns geht es gut, das schon einmal gleich vorweg.
Wir liegen vor Anker in unserer einsamen Bucht, umringt von schützenden Riffen, die den Schwell von uns fern halten. Wir sehen von hier die drei Meter hohen Dünungswellen, die sich am Riff aufbäumen und weiß schäumend zusammenbrechen. So können wir ruhig schlafen. Seit gestern liegt noch ein Katamaran vor unserer kleinen Insel. Beide Bootsbesatzungen halten sich jedoch an die Quarantäne. Ich bin gespannt wie lange.
Wir liegen vor Anker in unserer einsamen Bucht, umringt von schützenden Riffen, die den Schwell von uns fern halten. Wir sehen von hier die drei Meter hohen Dünungswellen, die sich am Riff aufbäumen und weiß schäumend zusammenbrechen. So können wir ruhig schlafen. Seit gestern liegt noch ein Katamaran vor unserer kleinen Insel. Beide Bootsbesatzungen halten sich jedoch an die Quarantäne. Ich bin gespannt wie lange.
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| Unser Quarantäne-Ankerplatz am 1. Abend |
Täglich informieren wir uns im Netz über die aktuelle Lage. Die Zahl der Infizierten steigt leider weiter und wir hoffen nur, dass es allen gut geht. Beim Telefonieren und Surfen merken wir jedoch, wie überlastet beide Kommunikationskanäle sind, unsere einzigen derzeit. Aber irgendwie kommt früher oder später doch ein Kontakt zu Stande. Glücklicherweise gibt es WhatsApp, das nur wenige Datenmengen benötigt.
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| Am 1. Tag waren wir hier noch ganz allein. |
Unsere einsame Bucht ist wirklich schön, paradiesisch. Auch wenn wir bereits seit einiger Zeit auf dem Boot leben, hatten wir bisher doch immer Kontakt zu anderen Seglern und waren regelmäßig an Land. Nun sind wir komplett abgeschottet, müssen mit unserem Kühlschrankinhalt haushalten und unsere Kommunikation beschränkt sich aufs Digitale. Einerseits muss man sich daran erst gewöhnen, andererseits lässt man sich nicht so sehr von der Panic anderer anstecken. Immerhin sind wir zu Zweit. Das hilft. Für mich ist jetzt besonders schlimm, dass mein Rudel unerreichbar geworden ist. Bisher konnte ich immer sagen: „Wenn was ist, dann steige ich eben in ein Flugzeug.“ Das geht nun erst mal nicht mehr und ich bin sehr in Sorge, dass meine Lieben gesund und am Leben bleiben.
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| Am 2. Tag bekommen wir Verstärkung. |
Wenn sich die Lage in ein paar Wochen entspannt, ist alles gut, denn irgendwann sind die Vorräte verbraucht und der nächste Hurrikan kommt bestimmt. Ich habe mir mein angefangenes AIDA-Buch vorgenommen, aber auch Schwierigkeiten mich zu motivieren. Erst einmal ist Wind und wir können hier ganz gut kiten. Heute Morgen habe ich einen Fischer heran gewunken und vier Fische bekommen. Das war ein echter Menschenkontakt, von Boot zu Boot sozusagen. Vielleicht kommt er ja mal wieder vorbei. Er muss ja regelmäßig seine Reusen kontrollieren.
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| Dank des freundlichen Fischers, dürfen wir heute frischen Fisch essen. |
Also versuchen wir entspannt zu bleiben, informieren uns täglich, lenken uns mit Arbeit ab und wie bei der Atlantiküberquerung strukturieren die Mahlzeiten den Tag.
Wir wünschen und, dass ihr alle gesund bleibt und bald wieder frei bewegen könnt.
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| Das war gar nicht so einfach, am Ende waren ich und unser Heck ganz beschuppt. |
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| Geschmeckt hat es! Kreuzkümmel und Kukuma für die Gesundheit |
Liebe Grüße aus der einsamen Buchte auf Guadeloupe.






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