Sonntag, 31. Mai 2020

Wir segeln trotz geschlossener Grenzen weiter

Die 33 Seemeilen sausten wir mit durchschnittlich 8 Knoten durchs Wasser. Was für ein wundervoller Segeltag nach der langen Zwangspause. Das Coppercoat hat sich offensichtlich gelohnt. Fliegende Fische und Sturmvögel begleiten uns. Nachmittags fällt der Anker in der kleinen Bucht Raya auf St. Lucia. Wir wollen nicht einklarieren und hissen daher weder die gelbe noch die Gastlandflagge. Das ist neu für uns und wir sind uns nicht ganz sicher, ob das korrekt ist. 

Ein kleines Örtchen mit europäischem Kirchlein und karibisch farbenfrohen Häuschen empfängt uns in einer von Felsen umrahmten Bucht. Hier ist es deutlich trockener als auf Martinique, Dominica oder Guadeloupe. Die Insel ist nicht sehr hoch, so dass die Wolken wohl meist weiter ziehen. Deutlich südlicher befinden sich die beiden Zuckerhutvulkane. Mit über 700 Metern sind sie die höchsten Erhebungen. Dort gibt es wohl auch eine saftigere Flora. 

Mit einem mulmigen Gefühl verbringen wir die ersten zwei Stunden in dieser idyllischen Bucht. Die Fischer winken kurz angebunden und knattern wellenschlagend an uns vorbei. Als das erste Zoll- oder Polizeiboot an der Küste entlang fährt und uns nicht beachtet, entspannen wir uns langsam, genießen unseren ersten Sundowner nach Wochen und planen die Weiterfahrt. Morgen wollen wir bis nach Bequia. Das ist doppelt so weit wie die heutige Strecke. Ob wir das schaffen?

Sturmvögel fliegen blitzschnell

Hier hat er einen fliegenden Fisch, der sich wehrt.


Raya, St. Lucia

farbenfrohes Detail

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