Freitag, 29. Mai 2020

Erster genehmigter Ausflug

Nun dürfen wir wieder wandern, Sehenswürdigkeiten besuchen, das fremde Land erkunden, in dem wir festhängen. Einige Seglerfreunde mieten sich nun ein Auto und entdecken nach so vielen Wochen die Insel. Wir nehmen das Dingi. Unser erstes Ziel ist die „Sanctuaire Notre-Dame de la Salette“ von 1731. Hinter dem Kirchplatz und der Notre Dame von Sainte-Anne führt ein holperiger Fußweg in engen Serpentinen den Hang hinauf. Wo keine Stufen sind, schauen kleinere und größere Felsen aus der festgetretenen Erde heraus. Rechts und links begrenzen, weißgetünchte, kniehohe Mauern den Pfad. In jeder Kurve steht ein kleines kapellenförmiges Mahnmal mit einem der Bilder von Christis Leidensweg. Kreuzweg nennt man das. Chronologisch kann man ihn während des Aufstiegs verfolgen, um am Ende die Höhle zu erreichen, in der er gelagert und wieder auferstanden ist. Eine luftige Terrasse bietet uns einen perfekten Ort zum Ausruhen mit grandioser Aussicht auf unser Ankerfeld. 

Anschließend Streuseln wir noch durch den kleinen Urlauberort. Er ist deutlich stiller, als der größere Nachbar Le Marin. Die meisten Läden sind weiterhin geschlossen. Die Kirche, eine Apotheke, zwei Supermärkte und drei Souvenirgeschäfte sind geöffnet, die letzteren jedoch komplett ohne Kunden. Am 2. Juni, so munkelt man, soll alles wieder öffnen, auch die Restaurants. Wir werden das hier nicht mehr erleben, da heute unser letztes Paket auf Martinique gelandet ist. Am Sonntag wollen wir gen Süden aufbrechen. Da die Inseln auf dem Weg immer noch geschlossen sind, bleibt es spannend.

Aufstieg über einen holperigen Kreuzweg.

Ausblick in die Bucht

Karibische Fassadenkunst fasziniert mich immer wieder.

ein eindeutiges Statement an die Liebe
zu Farben, Frauen und das Leben



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