Mittwoch, 6. Mai 2020

Die Platten für unser neues Cockpitdach sind fertig

Seit Stefan das Boot gekauft hat, wünscht er sich ein hartes Cockpitdach. Seine erste
Hoffnung lag im Februar in Le Marin, denn hier wurde bereits eines für eine Amel 54 angefertigt. Wir kommen jedoch zwei Jahre zu spät. Aufgrund nicht ausreichender Lagerkapazitäten wurde die Form entsorgt. Dann gibt es eben keins. Man kann nicht alles haben. Aber manche Wünsche vergehen nicht. Hinzu kommt, dass unser Cockpitdach aus Stoff nicht nur alt, sondern auch undicht und porös ist. Lange wird es nicht mehr halten. Die Corona-Zwangspause lassen Stefans Gedanken immer wieder um mögliche Lösungen kreisen.

Die Gelegenheit des Werftaufenthalts inklusive der ansässigen Firmen packt er deshalb sofort beim Schopfe. Erst will er sich die notwendigen Platten nur kaufen, selbst zuschneiden, laminieren und so weiter. Aber die Läden haben nicht mehr viel zu bieten und geliefert wird im Moment auch nur sehr unzuverlässig oder gar nicht. Dann sieht er in der Halle einen Katamaran im Bau. Genau das gleiche Material wird benötigt. Manu, der Chef in der Halle, kann ihm die Platten zuschneiden und Vakuumlaminieren. Er bräuchte nur eine Zeichnung. Da ist der Architekt a.D. Feuer und Flamme und kramt sein altes Programm heraus. Manu bekommt eine Profizeichnung. 

Eine Woche später sind die Platten fertig und wir können sie abholen. Sie werden auf dem vorhandenen Gestänge montiert, aber vorher müssen sie natürlich verschönert, gespachtelt, geschliffen und gestrichen werden. Da werde ich wohl mit ran müssen.

altes Stoffdach

Platten zugeschnitten, nun kommen Glas und Verteilerstoff

Luft raus, Harz rein
vorn eine der beiden Platten,
im Hintergrund die Halle der Wunder

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