Nun haben wir während dieser unerwarteten Haftzeit, die so viel länger dauert, als anfangs gedacht, so viel erledigt. Ich habe ein Buch geschrieben und veröffentlicht. Unsere Lady genoss eine Wellnesskur, die ihr nun gut zu Gesicht steht. Sie ist nicht nur schöner, sondern auch schneller und sicherer. Nun bereiten wir uns auf den morgigen Start in den Süden vor. Endlich geht es mal wieder weiter. Schließlich wohnen wir auf einem Boot, um mobil zu sein. Zweieinhalb Monate sind nun wirklich genug. Einige unserer Seglerfreunde warten noch ab und hoffen auf weitere Grenzöffnungen. Andere segeln direkt nach Aruba, die einzige Insel außerhalb der Hurrikanzone, auf die man ohne größere Schwierigkeiten einreisen kann.
Wir wollen aber noch etwas von der Karibik sehen und werden deshalb gen Süden ziehen. Die Grenadinen sind unser nächstes Ziel. Vorher müssen wir an St. Lucia vorbei. Hier dürfen wir ohne Einklarierung nachts Ankern. Zumindest verspricht uns noonsite diese komfortable Aussicht, denn Nachtfahrten vermeiden wir gern. An St. Vincent wollen wir möglichst ohne Stopp vorbei. Die Ankerplätze haben bereits vor Corona keine positiven Bewertungen und ein Einklarieren ist nur mit einer 14tägigen Quarantäne an Land möglich. Das würde bedeuten, dass wir unser Boot auf einer Insel verlassen müssten, die ohnehin für Diebstahl und wenig Sicherheit bekannt ist und uns in einem Hotel einquartieren würden. Das ist für uns kein Option. Vielleicht können wir dort ja unbemerkt ankern, besser noch wir segeln in einem Ritt dran vorbei.
Dann erreichen wir auch schon Bequia. Will man sich jedoch für die Grenadinen einklarieren, ist das derzeit nur auf St. Vincent möglich. Die kleineren Inseln bieten das nach Internetrecherche nicht an. Deshalb werden wir die Grenadinen ohne Einklarierung ansteuern. Solange wir auf dem Boot bleiben, befinden wir uns offiziell in Deutschland. Schlimmstenfalls kann man uns weg schicken. Dann segeln wir bis Grenada weiter. Dort sind wir bereits registriert und man kann die 14tägige Quarantäne auf dem Boot verbringen.
Schauen wir mal, was uns erwartet. Aufgrund von Corona ist das Reisen wieder mehr zum Abenteuer geworden, denn man weiß nie, was einem genau erwartet. Jeden Tag können sich die Bestimmungen oder die Umsetzung ändern. Jeder Ort legt die Verordnungen anders aus. Manchmal ist es vielleicht auch nur von der Person und ihrer Stimmung abhängig.
| Wir sind bereit: neuer Furler, neues Dach, mehr Energie |
das ist aber auch doof, wa?? Da ist man selbst in der Karibik ständig in Deutschland ;)
AntwortenLöschenGibt einem in diesen Zeiten ein wenig Sicherheit. Ob das berechtigt ist oder nicht, kann ich nicht so genau beurteilen.
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