Nun habe ich fast schon gedacht, wir haben uns zu sehr ins Hemd gemacht, mit all unsere Emails und Anfragen, nur um von Guadeloupe nach Martinique zu segeln.
Nicht einmal wurden wir kontrolliert oder befragt. Entweder haben wir außergewöhnlich viel Glück gehabt oder die folgende Story, gelesen auf einer Facebookseite, ist eine Spinnergeschichte:
Nicht einmal wurden wir kontrolliert oder befragt. Entweder haben wir außergewöhnlich viel Glück gehabt oder die folgende Story, gelesen auf einer Facebookseite, ist eine Spinnergeschichte:
Ein Franzose segelt gestern von Martinique nach Marie Galante. Das gehört zu Guadeloupe und ist ja bekanntlich französisches EU-Gebiet. Da fühlt sich ein Franzose auch in diesen Zeiten sicher und Europäer, wie wir es sind natürlich auch. Dominica liegt dazwischen und ist unabhängig. Er hat nicht vor Dominica anzulaufen, muss aber durch deren Gewässer, denn ein Umweg drum herum ist nahezu unzumutbar. Der Segler ist fast an Dominica vorbei, kann Marie Galante schon sehen und freut sich sicher bereits und das Geräusch der Ankerkette.
In diesem Moment kommt die Küstenwache mit ihren Powerdingis. Kein Segler kann diesen Motoren entfliehen. Sie entern den französischen Segler und verlangen das Beidrehen. Ordnungsgemäß wird der Franzose gefragt, ob man an Bord kommen darf, was dieser ablehnt. Ein Schiff mit französischer Flagge ist quasi Frankreich und auch die Küstenwache darf dies meines Erachtens nicht unerlaubt betreten. Die Beamten werden ärgerlich, der Franzose funkt die CROSS AG um Hilfe an, welche leider nicht wirklich helfen kann, da sich das Schiff in Dominicanischen Gewässern befindet. Also empfiehlt man Kooperation. Was soll man auch machen? Inzwischen hat man auf dem Powerdingi die Maschinengewehre ausgepackt und ist an Bord des Seglers gekommen. Stellt euch nur mal vor, da kommen bewaffnete, schwarz gekleidete Krieger mit Springerstiefeln in dein Wohnzimmer! Da kann man nur noch kapitulieren. Der Franzose dreht bei und folgt den bewaffneten Beamten nach Dominica.
Drei Stunden später, noch hat man den Dominicanischen Hafen nicht erreicht, ändert die Küstenwache ihre Meinung und lässt den Segler wieder ziehen. Der ist verunsichert, zutiefst verstört und doch froh wieder Richtung Frankreich segeln zu dürfen. Er schreibt: „Die war mein schlimmstes Segelerlebnis meines Lebens.“ Natürlich muss er nun in die Nacht hinein navigieren und im Dunkeln ankern, er hat ja sechs Stunden verloren.
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| Bilder vom Facebookpost des Französischen Seglers |


Die Story ist wohl echt. Heute wurde über Funk durchgegeben, dass man nicht in die 12-Meilen-Zone von Dominica hineinfahren soll. Was für ein Umweg! Das geht dann nur noch mit einer Nachtfahrt.
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