Donnerstag, 9. April 2020

andere Länder ...

Wenn man eine längere Reise unternimmt, muss man sich aufgeschlossen zeigen,
gegenüber den Kulturen anderer Länder. Dazu gehört auch das Essen. Nicht nur, dass man sich an andere Rezepte und Gewürze herantraut, man stößt auch auf unbekannte Früchte. Mitunter werden Tiere gegessen, die man bisher nicht auf dem Speisezettel der Gattung Mensch wähnte. Das ist vielen bekannt.

Seltener wird darüber berichtet, was es alles nicht gibt. Was zu Hause selbstverständlich ist, kann man auch unterm Ladentisch nicht finden. Die Buterina war bereits in Frankreich verbraucht. Nüsse sind seit Spanien unverhältnismäßig teuer und Cashew kaum zu bekommen. Das Studentenfutter ging in Portugal zur Neige. Auf den Kanaren war die Kaffeegewürzdose leer, die ich noch von zu Hause im Gepäck hatte und wir tranken den letzte Portwein.

Heute leeren wir die letzte Flasche Madeirawein. Zur Erinnerung und zum Gedenken mache ich ein Foto. Eingeflogenen Wein aus Spanien und Frankreich finde ich auch in den hiesigen Supermärkten, jedoch nicht den von der wundervollen portugiesischen Insel. Von diesem Genuss werden wir uns also für eine Weile verabschieden müssen. Das gehört zum Langzeitreisen dazu. Das muss man akzeptieren. 

Das ist sie, die letzte ihrer Sorte.

ein Erinnerungsfoto

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