Normalerweise sind wir allein an Bord, zumindest ist das so seit drei Wochen,
seit der anfangs noch selbst gesetzten und dann verordneten Quarantäne. Heute kommen uns drei Singvögel besuchen und trällern laut, damit wir sie auch ja bemerken. Sie haben sich vom Ufer auf den Weg gemacht und unsere vor Anker liegende Lady erreicht. Ich bin begeistert, streue Kaffeekekskrümel aus und hole meine Kamera. Alle drei machen lange Hälse, geben immer wieder kleine Konzerte, trauen sich jedoch nicht an die Krümel ran. Vielleicht war das ja so eine Art Werbeveranstaltung und sie kommen morgen wieder. Das wäre wunderbar.
Der Pelikan jagt auch drei mal täglich in den Gewässern um unser Boot. Ich nenne ihn Kurt. Heute waren sie zu dritt. Sie heißen alle Kurt, da ich keinen von dem anderen unterscheiden kann. Kurt kann wie ein grimmiger Vogel oder wie eine Waffe aussehen und wenn er rüttelt wirkt das direkt sportlich. Kurt darf täglich drei mal einkaufen. Wir gehen nun alle zwei Tage und auch nur, um uns die Beine zu vertreten.
Die Tierwelt scheint sich ihren Planeten zurück zu erobern. Die Menschen sind derzeit in ihrer Inaktivität um so vieles leiser, dass sie sich näher heranwagen. Das scheint zumindest so. Ob es die großen Delfinschulen vor Kolumbien sind, die vielen Schildkröten, die auf leeren Stränden schlüpfen und ins Meer marschieren, die Delfine in der Bucht nebenan, die täglich wachsenden Vogelschwärme auf unserer kleinen Insel… Es gibt wahrscheinlich viele Beispiele. Aber sobald die Ausgangssperren aufgehoben sind, macht der Mensch in seiner Aktivität wieder Krach und bevölkert die zur Zeit so stillen Räume, was auch die Tiere wieder verschrecken wird. So sind wir eben.
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| Was liegt denn da unten? |
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| Schwierig, im richtigen Moment abzudrücken... |
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| ...und dann auch noch alles scharf auf dem Bild zu haben. |
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| Hoffentlich kommen sie morgen wieder. |
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| der grimmige Kurt |
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| Kurt die Waffe |
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| Hier zu zweit: Kurt 1 und Kurt 2 |
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