Samstag, 18. April 2020

Pause vor Saint-Pierre auf Martinique

Ausschlafen und beim Morgentee sehen wir die Schildkröte auftauchen.
Die kennen wir schon von unserem Hinweg, denn unser Anker liegt an haargenau der selben Stelle. Zwischen zwei Regenschauern warten wir gespannt auf das scheue Tier, dass in der Regel drei Mal Luft holt. Das gibt uns Zeit sie mit dem Objektiv zu fokussieren und abzudrücken, bevor der Kopf wieder verschwindet. Leider traut sie sich nicht sehr nah heran.

Auch Kurt lässt sich mehrmals am Tag blicken. Er kann so dicht über der Wasseroberfläche schweben, dass man nicht genau sagen kann, ob die Flügelspitzen nun eintauchen oder nicht. Wir gehen schwimmen, um uns zu bewegen und können den Grund in etwa 13 Meter Tiefe sehr gut erkennen. So klares Wasser hatten wir schon lange nicht mehr. 

Am Land läuft das Leben, jedenfalls aus unserem Blickwinkel. Spaziergänger am Strand, eine Jungensportgruppe trainiert erst die Muskel der Arme, dann die des Zwerchfells beim Baden, Autos fahren auf der Straße, Fischerboote kreisen um uns, ein Frachter legt am Steg nördlich von uns an. Die Hähne krähen, die Hühner gackern, die Vögel tirillieren und die Kirchenglocken läuten. Alles scheint ganz alltäglich.

Ansonsten geht jeder seiner Arbeit nach. Stefan hat am Boot immer zu tun und ich schreibe am AIDA-Buch. Mühselig ernährt sich das Eichhörnchen. Wir kochen, essen und genießen den Sonnenuntergang. Keine Küstenwache stört unsere Zweisamkeit. Zum Abschluss 20 Runden an Deck, zehn in die eine und zehn in die andere Richtung. Eine Runde sind 24 Doppelschritte, das sind bekanntlich etwa 1 Meter. Ich habe nicht einmal einen halben Kilometer geschafft. Meine Kräfte haben nicht versagt. Ihr glaubt gar nicht wie langweilig das nach ein paar Runden ist.

Sie sieht etwas angestrengt aus, oder?

cool und relaxed



2 Kommentare:

  1. Erinnerst du dich nicht? Der Pelikan! Die heißen alle Kurt, da ich sie nicht unterscheiden kann.

    AntwortenLöschen