Dienstag, 31. März 2020

Quarantäneblues

Irgendwann hat ihn wohl jeder, früher oder später.
Wir haben ihn heute. Ich arbeite zwar weiter an meinem AIDA-Buch und komme Stück für Stück auch voran, aber irgendwie liegen wir wohl schon zu lange in dieser Bucht. Nun wohnen wir auf einem Boot, um uns frei bewegen zu können und da zwingen uns die aktuellen Bedingungen stehen zu bleiben und anzuwachsen. Ich will gar nicht wissen, wie das Unterwasserschiff unserer Lady aussieht. Außerdem haben wir uns für heute, morgen und übermorgen Internetverbot auferlegt. Ausnahmen sind Duolingo, Emails, WhatsApp und meine Posts. Wir haben nur noch 800 MB und die müssen bis zum Dritten des Monats reichen. Das Gute ist, wir werden von all den Corona-Nachrichten mal verschont, Coronaurlaub. Aber das Surfen im Internet, Facebook, Instagram und YouTube waren auch ein entspannter Zeitvertreib.

Was tun? Wir rufen unsere Jungs an und die Eltern. Das fühlt sich gut an, denn alle sind gesund und wir sprechen uns gegenseitig Durchhaltemut zu. Wir gehen einkaufen, denn das ist der einzige Grund, warum man hier an Land rumlaufen darf. Der Kühlschrank ist zwar noch gut gefüllt, aber irgendetwas wird sich schon finden. Ein Eis auf die Hand hebt die Laune zusätzlich. Morgen gibt es aufgrund unseres Ausflugs mal Ente und ich glaube da ist sogar noch ein Glas Rotkohl in der Bilge.

leere Straßen in Baie-Mahault

dafür Straßenkunst an der Stadionmauer

wirklich schön

und passend

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