Wer kennt die Galapagosinseln nicht, zumindest vom Hörensagen? Charles Darwins Evolutionstheorie fand hier ihren Nährboden. Das Archipel steht schon lange auf unserer Liste aufgrund der einzigartigen Tierwelt, Arten die es nur hier geben soll, endemisch eben. Die Restriktionen sind hart, besonders für Segler. Schließlich will man die Ursprünglichkeit erhalten und wenn möglich wieder herstellen, was fast verloren geht. Besonders einreisende Segler haben eine lange Liste von Auflagen, dürfen die Inseln nur mit Guides betreten und werden streng kontrolliert. Das sind alles Gründe, die Galapagos nicht selbst anzusteuern, sondern von Ecuador aus mit dem Flugzeug zu besuchen. Es werden die teuersten zwei Wochen unserer bisherigen Reise, sogar unseres Lebens. Aber es lohnt sich.
Die Angelito, ein kleines Kreuzfahrtschiff für 16 Gäste, bringt uns zu fast allen Inseln des Archipels. Hanzel und Maya zeigen uns die besten Spots an Land und unter Wasser. Wir sind umringt von Tölpeln mit braunen, leuchtend blauen oder roten Füßen, von Fregattvögeln mit aufgeblähten roten Kehlsäcken und Lavamöwen. Die verspielten Seelöwen liegen nicht nur am Strand herum, sondern okkupieren jeden halbwegs bequemen Platz. Wir schwimmen mit ihnen und spielen mit den Jungtieren im Wasser. Mir werden sie sogar ein bisschen zu übermütig, als sie nach Flossen und Gopro schnappen. Ich schwebe im siebten Himmel der wilden Tierwelt und bekomme vor Aufregung kaum noch Luft, weiß nicht, was ich zuerst ablichten soll und bin besonders von der Nähe überwältigt.
Die Galapagosinseln haben lange das Glück für die Menschen uninteressant zu sein. Aufgrund fehlender Säugetiere, kennt die Welt hier kaum natürliche Feinde. Einzig die Walfänger kommen vorbei und nehmen tausende der Landschildkröten mit. Man kann sie ohne Futter und Wasser im Rumpf des Schiffes mindestens ein Jahr lagern, bevor sie sterben und hat so lange frisches Fleisch an Bord. Außerdem lassen sie sich gut einsammeln und stapeln. Der Mensch wird erst im 20. Jahrhundert besonders invasiv, indem er langsam die Inseln besiedelt. Zu spät, um alles zu zerstören. Der Naturschutz wird hier gelebt und kann leuchtendes Beispiel für andere Landflecken auf unserer Erde werden. So dürfen wir etliche Landschildkröten bewundern, einige sind wohl weit über hundert Jahre alt. Farbenprächtige Landleguane und tausende schwarze Marine-Iguanas erinnern an die Zeit der Dinosaurier. Wir sehen die wohl kleinsten Pinguine der Welt und die flugunfähigen Kormorane, unzählige Wasserschildkröten und viel bunte Fische. Die Haie lassen sich auch blicken. Ein ganzes Rudel Hammerhaie schwimmt etwa 10 Meter unter uns hinweg. Ich sehe meine ersten beiden Adlerrochen. Auch die Albatrosse brüten hier und zeigen uns ihren lustigen Balztanz. Allen Seevögeln können wir in die Nester schauen. Ich muss mich sehr im Griff haben, um die flauschigen Wattebällchen nicht zu befühlen. Da Spiel einer Walmutter mit ihrem Kind dürfen wir einmal aus der Ferne beobachten. Das war uns die ganzen letzten vier Jahre auf dem Atlantik nicht vergönnt.
Das Galapagosvideo: https://youtu.be/HVaSYzTvxDU
Chevice: https://youtu.be/AAU_AY5euIw
Vögel: https://youtu.be/6c3LW1JlJ2w
Wasserschildkröten: https://youtu.be/aZIhUeVQwA0
Leguane: https://youtu.be/8aHscsBh2rc
Riesenschildkröten: https://youtu.be/PviR7t7Pj00
Seelöwen: https://youtu.be/Hgbruaym-8Y
Hier eine kleine Auswahl von meinen tausend Fotos:
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| Blaufußtölpel |
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Rotfußtölpel
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| Nascatölpel |
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| Fregattvogel, Männchen auf Weibchensuche |
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| Galapagoseule |
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| Galapagospinguin |
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| der flugunfähige Galapagoskormoran |
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Sie haben das Jedermannsrecht auf den Inseln. Stefan ist der Eindringling. |
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| Selten ist eine Bank frei. |
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| Im Wasser haben sie ihren Spaß mit uns. |
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| Mit Vorsicht und zwei Metern Abstand! |
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| So süß, diese Nasen. |
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| Der Fellseelöwe stammt vom Seebären aus der Antarktis ab. |
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| Auch die Schnorchelgänge lohnen sich. |
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| Galapagoskaiserfisch |
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