Die Anden teilen das Land so ziemlich in der Mitte. Im Westen fließen die Flüsse in den Pazifik, im Osten bilden sie ein verzweigtes Netz und landen im Amazonas. Dazwischen erheben sich die Berge und mittendurch führt die Panamericana, um all die Orte im Hochland zu verbinden. Wir leihen uns in Cuenca ein Auto für 10 Tage, um das Land über diese Achse zu erkunden und starten im südlichen Cuenca. Unser Ziel ist Quito im Norden. Ecuador erweist sich als optimales Reiseland. Die Strecken sind kurz, die Landschaften schön und abwechslungsreich. Überall ist es sauber und gepflegt. Wir werden in allen Orten freundlich und warmherzig empfangen.
Cuenca lädt mit Sonne und gemütlichen Cafés zum Ausruhen ein. Die überbordenden Eindrücke von den Galapagosinseln können sich etwas setzen. Alausi ist ein größeres Dorf und stimmt uns auf das ländliche Leben inmitten von Bergen ein. Auch wenn wir die Frauen überall in hübscher traditioneller Kleidung sehen, hier sind sie besonders schön angezogen. Farbenfrohe und edle Stoffe, bunt mit Blumen und Perlen bestickt, tragen sie in mehreren Schichten am Körper. Sie lassen sich nicht gern fotografieren und so vermeide ich es schweren Herzens, dafür jedoch respektvoll und versuche diese Bilder im Hirn zu speichern.
Die ersten gletscherbedeckten Vulkane glitzern in der Sonne und lassen unsere Herzen höher schlagen. Sie scheinen uns zuzuzwinkern und ich ahne, was sie Bergsteiger an ihre Gipfel treibt. Uns ist das zu hoch, wir suchen uns gute Aussichtspunkte, bestaunen und fotografieren die eindrucksvollen Riesen von unten. Dabei erreichen wir immerhin die 4000 Meter über dem Meeresspiegel, was für uns Wasserratten schon eine Herausforderung ist. Die Kopfschmerzen halten sich jedoch in Grenzen und die Atemnot lässt sich mit Temporeduzierung aushalten.
Der Chimborazo ist mit seinen 6263 Metern der höchste In Ecuador. Der schönste ist jedoch der Cotopaxi. Ebenmäßig ragt er wie ein Kegel in den Himmel und seinen Gletscher trägt er wie einen Harlekinkragen. Besonders sind hier auch die vielen Kraterseen. Bei schönem Wetter leuchten sie in unterschiedlichen Türkistönen. Wir nehmen uns Quilotoa vor und es lohnt sich. Hier begegnen uns die ersten Alpakas mit ihrem einzigartigen wattebauschartigen Fell.
Einmal biegen wir etwas weiter in ein Tal nach Osten ab. Baños ist das St. Moritz Ecuadors. Es gibt hier zwar keine Skipisten, aber viele eindrucksvolle Wasserfälle und wir baden in 42 Grad heißem Wasser, das direkt aus dem Berg kommt. Die Vulkane der Anden sind weiterhin aktiv und neben den Schrecken der Ausbrüche, hat das auch seine positiven Seiten. Auf unserer Reise haben wir schon viele Wasserfälle gesehen, aber diese hier prallen mit einer Urgewalt ins Tal, dass man Respekt bekommt. Touristisch sind einige so gut ausgebaut, dass wir ganz nahe herankommen und die Kraft des Wassers hautnah spüren können, ohne in Lebensgefahr zu geraten.
In Otavalo erleben wir noch einmal das ecuadorianische Land- und Stadtleben in vielen Facetten. Vom Markttreiben über spektakuläre Aussichten bis zum Wasserfall ist alles dabei. Schafe und Kühe kreuzen unseren Weg und das ein oder andere Lama grast am Straßenrand.
Quito bildet den Abschluss unserer Reise. Hier haben im 18. Jahrhundert einige Franzosen das Land vermessen, um die genaue Lage des Äquators zu ermitteln. Die Allee der Vulkane zwischen Cuenca und Quito bildet dafür gute Voraussetzungen. Dann wird auf der Nulllinie ein großer Turm als Denkmal und eindeutiges Zeichen gebaut. Dass sich die Vermesser um 240 Meter oder um 8” verrechnet haben, ist bitter. Aber da der Turm nun mal steht, schaut der Ecuadorianer lässig darüber hinweg, bezeichnet den Ort als Mittelpunkt dr Welt und nimmt viel Eintritt von den Touristen. Auch wir fallen darauf rein. Mit der Seilbahn und den Beinen erreichen wir unseren höchsten Punkt von 4016 Metern über den Meeresspiegel. Während ich ohne Probleme bergziegenartig die letzen Höhenmeter nehme, kommt Stefan ganz schön außer Puste. Die Sicht ist schlecht, eigentlich sollte man von hier aus die meisten Gipfel sehen. Aber ein Gewitter zieht auf. Es ist so nah, dass wir uns lieber in die Bergstation verziehen. Sogar die Seilbahn bleibt für eine halbe Stunde stecken, was Angst und Schrecken unter den Passagieren in den Gondeln verbreitet. Die Hauptstadt hat einige schöne Ecken, wird jedoch vom Verkehrschaos bestimmt. Wir nehmen uns Zeit für einige interessante Museen, schlendern durch die koloniale Altstadt, lassen mal wieder unsere Wäsche waschen und stimmen uns auf Peru ein.
Video Guayaquil: https://youtu.be/fOJaDnAAzJ8
Video Ecuador: https://youtu.be/tY58qz30f3I
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| Cuenca |
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Sonne und Pause
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| Ingapirca, die erste Inkafestung für uns |
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| der Inka und el Capitano |
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| Lama für Touristen herausgeputzt |
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Mir ist wieder warm. Die Alpakajacke kaufe ich bei Maria vor der ältesten Kirche Ecuadors. |
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| Chimborazo, höchster Gipfel Ecuadors |
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| Der Gletscher wird jedes Jahr kleiner. |
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| Riobamba, beschaulich klein |
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| Auf dem Weg nach Baños! |
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| im heißen Bergwasser vor kaltem Wasserfall |
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| Cascada Machay |
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| Cascada el Pailón |
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| geballte Kraft mit zartem Arco de la Luz |
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| Laguna de Quilotoa in einer Caldeira |
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| Alpakas |
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| zwei schlappe Touristen auf starken Maultieren |
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| wundervolle Aussichten, Chimborazo und sein Nachbar |
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| gegenüber der Cotopaxi |
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| Cotopaxi ganz nah |
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| Gipfelstürmer, Hochstapler oder Poser? |
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Mitfahrgelegenheit gesucht oder geht´s doch nur um eine milde Gabe? |
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| senkrechte Schluchten ins Flusstal |
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| lokaler Markt in Otavalo |
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| auf Höhe der Gewitterwolken |
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| 240 m neben dem Äquator |
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| im Observatorium Quito |

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| die Wasserspeier sind Schildkröten, Iguanas, Jaguare, Nasenbären… |
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im Atelier von Oswald Guayasamin
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| Abschied von Ecuador |
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