Wir lernen dazu. An Reisetagen tragen wir lange Hosen, festes Schuhwerk und warme Pullover. Auch die Jacke kommt noch drüber, trotz tropischer 30 Grad im Schatten. Das hat nicht nur den Vorteil, dass uns die arktischen Temperaturen in den klimatisierten Fahrzeugen und Räumen weniger ausmachen. Der Rucksack ist zudem viel leichter.
Kolumbien haben wir bereits in Brasilien geplant. Schließlich buchen sich Flüge und Hotelzimmer ein paarTage im Voraus besser, als von einem auf den anderen. Das nimmt uns zwar die Flexibilität, gibt jedoch Sicherheit. Der Mietwagen wurde aufgrund der langen Strecken und schlechten Straßen abgewählt. Wir fliegen von Ort zu Ort und immer ûber Bogotá. Zwei Wochen sind für die Tatacoa Wüste, Medellín, den Caño Cristales und Bogotá eingeplant. Dann wollen wir weiter sehen. Diese Vorausschau erweist sich schnell als weise. Die Inlandflüge sind rar, vollständig oder fast ausgebucht. In Neiva und La Magdalena sind sogar Unterkünfte knapp.
Kolumbien erleben wir laut, fröhlich, lebendig und freundlich. Meist fühlen wir uns sicher. Die Natur im Andengürtel ist spektakulär und der Regenbogenfluss sogar einzigartig. Bogotá gefällt uns besser als Medellín. Candelaria, das touristische Stadtzentrum der Hauptstadt, präsentiert sich verkehrsberuhigt mit breiten Fußgängerstraßen. Auch das trägt zum Sicherheitsgefühl wesentlich bei. Mein absoluter Lieblingsort in diesem Land wird jedoch La Macarena mit dem Caño Cristales. Diesen Fluss der vier Farben muss man gesehen haben. Endemische Pflanzen machen ihn so bunt und es gibt sie tatsächlich nur hier auf der ganzen weiten Welt.
Unterdessen entscheiden wir uns für ein Last-Minutes-Angebot auf einem Schiff im Galapagosarchipel. Deshalb wird der Norden Kolumbiens warten müssen. Die zwei Wochen jedoch, waren wundervoll. Kolumbien ist wirklich ein lohnendes Reiseziel. Hoffen wir, dass es weiterhin friedlich bleibt, die politische Führung sich stabilisiert und das sichere Reisen möglich bleibt.
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| Erosionsgebiet wird zum Touristenmagneten |
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| wunderschön und traurig zugleich |
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| Hangbebauung in der Andenmetropole |
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| Kolumbianisches Goldhandwerk (präkolonial) |
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