Ob es auf dieser Insel eine indigene Bevölkerung gibt, kann ich nicht sagen. Auf uns wirkt Luperón wie Kleinafrika in der Karibik. In den Hauptstraßen finden wir zwar Steinhäuser, aber am Rande stehen ärmliche Holzhütten im Matsch, die schon lange keinen neuen Farbanstrich bekommen haben. Wenn man hier durch den Ort geht, fällt man auf, nicht nur wegen der hellen Haut. Die Einwohner grüßen uns freundlich und freuen sich offenbar über die neuen Gesichter. Der Ort ist jedoch so klein, dass man uns schnell kennt. Frisches Gemüse und Milch bekommen wir hier. Für einen größeren Einkauf müsste man ein Taxi nehmen oder ein Auto mieten und nach Puerto Plata fahren.
In der ersten Woche beende ich mit Stefans Hilfe das Mexikobuch. Seit dem 23.11.2020 ist es öffentlich. Dann feiern wir meinen 51. Geburtstag mit unseren Nachbarn. Die Seglergemeinschaft nimmt uns warmherzig und selbstverständlich auf. Schnell werden wir heimisch. Die Frauen treffen sich drei Mal in der Woche zum Yoga in einer alten Ruine. Sie liegt auf dem Berg oberhalb der Marina und bietet eine grandiose Aussicht auf das Ankerfeld. Ich genieße das gemeinsame Stretching und muss mir eingestehen, dass ich die schwierigeren Übungen allein gern weglasse oder abkürze.
Dann packen wir unsere Rucksäcke und nehmen den Bus ins Landesinnere. Grüne Berge am Horizont, einfache Hütten am Straßenrand und dazwischen Felder und Weiden. Hier hält man sich Kühe, Schafe, Pferde und Ziegen. Fruchtbarer Boden und viel Wasser ermöglichen ertragreiche Landwirtschaft. Eine schöne Insel! In den Bergen ist es zwar kälter, auch in der Karibik beginnt nun der Winter, aber den Leuten geht es besser. Sie sind weniger vom Tourismus abhängig, denn auch die Einheimischen müssen essen. In den Hotels sind wir fast die einzigen. Die Museen sind geschlossen. So genießen wir die Natur und den wohl höchsten Wasserfall der Karibik, während uns beispielsweise in Santo Domingo die Türen des „Faró a Colon“ und das Bernsteinmuseum verschlossen bleiben. Immerhin öffnen ein paar Restaurants und die Stadtparks. In der Hauptstadt bezahlen wir für ein Abendessen so viel wie in Deutschland. In der Dominikanischen Republik herrscht ab 21 Uhr Ausgangssperre. Nach fünf Tagen sind wir bereits zurück. Entgegen aller Warnungen im Internet zur Sicherheit auf der Insel, geht es unserer Lady gut. Unsere Nachbarn haben offenbar gut auf sie aufgepasst. Ganz lieben Dank!
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Bastelstunde
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Frauen unter sich
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Ruhiger Ankerplatz mit Ausflugsmöglichkeiten
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Luzifer zu Besuch auf der Lady
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Santiago
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Bushaltestelle in Jarabacoa
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Unser Bus nach Constanza
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Salto de Aguas Blancas
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Santo Domingo
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