Mittwoch, 15. Juli 2020

6000 Seemeilen

Im August 2019 starteten wir in La Rochelle mit unserer Lady Charlyette. Seit dem ist die sie unser zu Hause und hat mit uns nun 6000 Seemeilen zurückgelegt.
1000 Überfahrt von Cascais nach Porto Santo 
2000 Überfahrt von Gran Canaria nach Sal/Kap Verden
3000 Atlantiküberquerung
4000 Atlantiküberquerung
5000 hinter Dominica auf dem Weg zu den Les Saintes/Karibik mit Belinda an Bord
6000 kurz vor Aruba /Karibik

Nun sind wir auf den ABC-Inseln in der westlichen Karibik angekommen, um während der Hurrikansaison unser Zuhause sicher in einer Marina zu wissen. Bonaire und Curaçao können wir uns leider nur von außen ansehen. Obwohl ein Landgang aufgrund der Coronabeschränkungen nicht möglich ist, stecken wir samt Boot inmitten einer ausgelassenen Party. Die Lagune am Südzipfel von Curaçao stellt sich als Naherholungsziel heraus. Motorboote in den unterschiedlichsten Größen kommen und gehen. Alle haben ausgesprochen leistungsstarke Soundsystem an Bord und so schallt aus jeder Richtung eine andere Mucke über das Wasser. Insgesamt hört sich das ganze dann wie ein Jahrmarkskonzert an, auf dem jede Bude seine eigene Musik laufen lässt. Statt Ringewerfen, Losen, Zuckerwatte gibt es hier fröhliches Baden, Jetski und viel Alkohol. Erst nach Sonnenuntergang ziehen die letzten Boote ab. Wir sind wieder allein und genießen die Dorfteichbedingungen der Lagune sowie die Stille der Abgeschiedenheit. Am Nordzipfel gönnen wir uns noch einen Stop. In dieser einsamen Bucht, am Boka Santa Kruz, findet man beim Schnorcheln ein Schiffswrack auf dem Meeresgrund, das bereits von Korallen und bunten Fischen vereinnahmt wurde. 

Auffällig ist, dass wir keine Segelboote sichten. Weder auf dem Wasser in Küstennähe, noch von Anker in den Buchten. Wo sind die alle geblieben? Von Curaçao wissen wir, dass sie wohl alle auf dem Trockenen stehen und die Einger nach Hause geflogen sind. Nur unter diesen Bedingungen durfte man einreisen. Seit Juli lässt Bonaire tatsächlich sechs! Boote pro Woche rein. Aber auch die sind nicht zu sehen. Auch auf Aruba sehen wir nur Fischer auf dem Wasser. Auf Reede liegt die AIDALuna, im Hafen zwei weitere Kreuzfahrtschiffe und hier nun auch ein paar wenige Segelboote.

Auf Aruba klarieren wir ein. Dafür müssen wir extra nach Barcadera. Eine Quarantäne ist seit Juli nicht mehr notwendig, die ärztliche Untersuchung schon. Wir dürfen erst an Land, wenn Frau Doktor in ihrem Containerbüro angekommen ist. Sie kommt extra her, um Fieber zu messen und uns zu fragen, ob es uns gut geht, wir Husten oder Halsschmerzen haben. Ein Test ist nicht vorgesehen. Bis wir die Untersuchung hinter uns haben, werden wir von einem Wachmann beaufsichtigt, danach dürfen wir selbständig zur Einklarierung und zum Zoll. Alles läuft ganz entspannt ab. Corona merkt man nur, weil wir die Einzigen sind.

In Oranjestad werden wir schon von Jörg erwartet, der mit seiner Sissi seit Anfang März hier liegt. Er fotografiert und so haben wir auch mal ein paar Bilder von außen. Wie schön! Hans und Jörg empfangen uns herzlich, wir lernen Jutta und Charly von der Chapo kennen und wagen einen ersten Erkundungsgang in die kleine Stadt. Bis November wird die Lady nun hier liegen. Wir werden in zwei Wochen nach New York fliegen und Julian besuchen, danach die Zeit für weitere Entdeckungen in den USA und vielleicht in Kanada nutzen. Mal sehen was Mr. Covid alles zulässt.

 
Nach langem Kampf, muss sie nun doch dran glauben.
Ich bin immer wieder von den Farben beeindruckt.

Bonaire empfängt uns mit einem uns vertrauten Bild.
Sind schon Urlauber da?

Salzberge auf Bonaire

Unterwasser-Entdeckung auf Curaçao
 
Freitaucherin Rici
Mal wieder einklarieren und ohne vorheriger Quarantäne.
In Oranjestad werden wir bereits erwartet...

und sehr herzlich empfangen.

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