Donnerstag, 13. Oktober 2022

Peru - Auf den Spuren der Inka Teil 2

Wir wenden uns nach Norden Richtung Anden und folgen der Google-Route ins Colca-Tal. Die App verrät uns allerdings nicht, dass sich der Asphalt bald auflöst und die Straße zur Sandpiste wird. Mit 30 - 40 km/h gehts es über vier Bergrücken ins Gebirge. Es holpert dermaßen, dass wir nur stotternd sprechen können. Aus den geplanten vier Stunden werden sechs. Diese Fahrt ist unglaublich anstrengend, aber sie wird auch zu einer der schönsten. Jeder Bergrücken, führt uns 4000 m hoch und offenbart beeindruckende Aussichten über die Andengipfel. Jedes Tal wird ein bisschen grüner. So viele verlassene Anwesen an den Hängen, von langen Felssteinmauern umringt. In einer Ecke steckt ein kleines Hüttchen. Das Grasdach fehlt. Überall verwilderte Terrassenanlagen. Und dann entdecke ich die schlanken Vicuñas, wilde braune Lamas. Wir sehen sie immer wieder und immer größere Gruppen. Unsere Puckelpistenfahrt artet zur Safari aus. Mein Herz schlägt wilder und ich friere mir beim Fotografieren fast die Finger ab. Stefan kennt das inzwischen und wartet geduldig, hält jedes Mal an und erschreckt sich nur noch selten, wenn mein Aufschrei weitere Tiere ankündigt. 

Im Colca-Tal, schlafen wir direkt an der Klippe. Die Kondore gleiten morgens durch die Schlucht unter wolkenlosem hellblauen Himmel. Die Sonne scheint und auf der Fahrt nach Arequipa wechseln sich Vicuñas, Lamas und Alpakas regelmäßig ab. Wir erreichen das erste Mal 5000 m über den Meeresspiegel und haben keine Kopfschmerzen.


Arequipa ist das Kontrastprogramm zur Küste. Die herausgeputzte Stadt wimmelt von Touristen und natürlich werden die hier wieder bestens versorgt. Das Kloster Santa Catalina ist eine Entdeckung, eine Stadt in der Stadt, eine große Kommune von Frauen unter christlichem Reglement, die hunderte Jahre überdauert und immer noch lebt. Gibt es noch so eine alte Gemeinschaft auf der Erde? 


In Puno am Titicacasee schlafen wir vier Tage auf 3800 m und haben nur selten Kopfschmerzen. Das Zahnfleisch und die Schleimhäute bluten, dafür gibt es Paste und Creme. Meine Augen tränen seit Tagen. Der Staub der Wüste hat ihnen zugesetzt. Die Abgase in Arequipa gaben ihnen den Rest. Für den Rest der Reise nehme ich Tropfen und es wird langsam besser. Zu Fuß geht es etwas langsamer voran, damit genügend Sauerstoff in die Adern kommt. Aber ansonsten geht es uns gut. Wir können die wundervolle ländliche Landschaft um den Titicacasee genießen, besuchen die schwimmenden Inseln und besteigen Hügel mit Grabtürmen. Hier stoßen wir das erste Mal auf echte Inkaspuren, obwohl die Idee der Bestattung von den Völkern vor ihrer Zeit stammt. Die Inka bauen sie nur schöner und stabiler mit zugeschnittenen Feldquadern, die lückenlos aneinander gesetzt werden.


Video: https://youtu.be/HVVr4vJ63KM


Vicuña, unter 4000 m sind unter ihrer Würde


zart, scheu und schön

neugierig, gucken aus sicherer Distanz

Lamas, Ohrringe aus bunter Wolle markieren den Besitz

Alpakalämmer

inmitten der peruanischen Anden

unser eiskaltes Zimmer an der Felskante

Condor, der größte Geier und König in den Lüften der Anden

Eis auf 5000 m über dem Meeresspiegel

prunkvolle koloniale Stadt Arequipa

Waschküche im Kloster Santa Catalina

Steinbruch bei Arequipa

Rundwanderweg durch den Steinbruch offenbart Steinmetzkunst.

Liebespaar, küsst euch mal …

Stadt am Titicacasee, jwde (janz weit draußen)

Leben auf den schwimmenden Inseln auf dem See

Rici mit Opa und Kätzchen

starke Peruanerinnen, sie schleppen und wandern

Fiestas, eine spanisch-indigene Mischung

typischer Haarschmuck

Alpacita mit Alpacito-Bommeln

Inkagrabtürme im Hintergrund



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