Über 2000 Inseln, Cays und Atolle bilden die Bahamas und nur 30 Inseln sind bewohnt. Inzwischen haben wir schon so einige Inseln gesehen und sie sind nur ein Bruchteil davon. Von Georg Town Richtung Norden liegen die felsigen oder sandigen Landfetzen der Exumas wie eine dicke Spur Brotkrumen im Meer. Wir wollen so viele sehen wie nur möglich und doch grenzen die Ankerplätze die Zahl aufgrund unseres Tiefgangs ein. Hier wäre der leichte und flache Katamaran mir seinen Steckschwertern genau das Richtige (gewesen). Wir sind trotz dessen froh über unsere Lady, auch wenn sie immer etwas mehr als 2,20 Meter Wassertiefe benötigt, auch bei Ebbe. Sie hat uns auch durch schwere See sicher her gebracht.
Aufgrund Corona, haben wir die Ankerplätze meist für uns allein. Nicht ganz, denn wir reisen immer noch im Tandem mit der Tomskii und finden es gut. Außerdem sind dann doch noch einige andere Segler unterwegs. Meistens kommen sie aus den USA oder Kanada. Das ist ja auch nicht so weit. Wenn wir dann mal auf Europäer treffen oder gar eine deutsche Flagge sehen, lohnt der Gang zum Funkgerät, obwohl wir diesen Kommunikationskanal eher sparsam nutzen. So treffen wir auf die Munot mit Annette und Theo, die vor ihrer Weiterfahrt, extra noch einen Abstecher zu unserem Ankerplatz machen und sich Zeit für einen Kaffee nehmen. Sie kreuzen seit 6 Jahren durch dieses Inselparadies. Während der Hurrikansaison wird das Boot sicher geparkt und nach Hause geflogen. In Europa ist ja Sommer.
Gestern haben wir die ersten berühmten Bahamasschweine besucht. Eine Familie mit zwei gescheckten Ferkeln rennt zum Strand weil der Motor heran knattert. Sie sehen mit ihren langen Beinen wie sehr sportliche, bepelzte Hausschweine aus und schauen neugierig zu unserem Dingi hinüber. „Ob wir etwas Futter mitgebracht haben?“ So ein Schwein ist jedoch nicht dumm und das Wasser ist kalt. Also checkt man erst einmal die Lage. Ohne Futter lohnt sich das Schwimmen nicht so sehr. Wir bleiben lieber im Bötchen. Vielleicht haben sie Hunger oder nicht genügend Respekt vor dem Menschen. Außerdem würden wir in ihr Revier eindringen. Vorsicht ist die Mutter der Pozellankiste, besonders auf Reisen.
Die Bahamas im Winter sind nichts für ungeübte Segler. Die Winde ändern sich täglich und drehen sich im Kreis. Von Norden weht er ganz plötzlich auch mal kräftiger und kalt ist er sowieso. Das tägliche Studium der Vorhersagen ist deshalb im Moment sehr wichtig, auch wenn man einen ruhigen Ankerplatz gefunden hat. Aber es ist wundervoll hier. Dieses Inselparadies kann sich durchaus mit den Malediven messen. Wir haben jetzt noch zwei Monate um unsere Runde nach Norden und zurück zu drehen. Anfang Mai wollen wir spätestens in Panama sein.
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| Yelena zeigt mir, wie man richtige Paella kocht |
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| gemeinsames Essen am Strand bei Sonnenuntergang |
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| Ankerbucht vor Black Island |
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| zwei Hühner am Strand mit einem Kunstwerk von Mutter Natur |
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| erst einmal die Lage sondieren |
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| ein Ferkeljunge ist besonders neugierig |
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